Folgende fünf
Fachrichtungen fallen unter den Begriff der
künstlerischen Therapieformen:
Mal- und Gestaltungstherapie
Intermediale Therapie
Tanz- und Bewegungstherapie
Musiktherapie
Sprach- und Dramatherapie
Mal- und
Gestaltungstherapie
Beim Malen und Gestalten setzt sich der Mensch
ins Bild. Damit bekommt er einen unmittelbaren,
sinnlichen Zugang zu seinen derzeitigen
Ressourcen, Problemen und Störungen. Die
Konzentration auf den bildnerischen
Gestaltungsprozess ermöglicht ihm eine vertiefte
Auseinandersetzung mit sich selbst und seiner
Umwelt und fordert dazu auf, in Farben und
Formen auszudrücken was nicht in Worte gefasst
werden kann. Die Mal- und Gestaltungstherapie
fördert kreative Lösungsstrategien, unterstützt
den eigenen Mut zum Experimentieren und stärkt
die Fähigkeit, auf innere und äussere Umstände
handelnd Einfluss zu nehmen.
Intermediale Therapie
Setzt die verschiedenen Sprachen der Künste, wie
Bild, Musik, Bewegung, szenisches Spiel,
dreidimensionales Gestalten, Performance und
neue Medien ein. Die vielfältige Wahrnehmung
über alle Sinne eröffnet eine Vielfalt von
Ressourcen und Lösungsansätzen. Zentraler
Bestandteil dieser Fachrichtung ist das Angebot
verschiedener künstlerischer Medien und deren
Kombination und Verknüpfung, wodurch Breite und
Tiefe erreicht wird.
Tanz- und Bewegungstherapie
Eröffnet neue Möglichkeiten, den Körper in einem
erweiterten Bewegungsumfang, im präziseren
Wahrnehmen seiner Eigenheiten, in Improvisation
und Gestaltung zu erfahren. Dadurch wird der
direkte, präverbale, nonverbale und verbale
Ausdruck und die Kommunikation mit der Umwelt
gefördert. Dies ermöglicht einen
erfahrungsorientierten, sinnlichen Umgang mit
Problemen und Krankheiten. Tanz- und
Bewegungstherapie orientiert sich an
verschiedenen Methoden, diese schliessen
ausdrucksorientierte sowie auch gezielte
Bewegungsformen ein, die der Umwandlung
pathologischer Prozesse dienen und den Menschen
in eine gesunde Dynamik zurück führen.
Musiktherapie
Musik bewegt, weckt Gefühle und kann diese zum
Ausdruck bringen, sie öffnet die Tür
zum Innersten des Menschen. Musik entsteht durch
stetigen Wechsel und hat dadurch
ein besonderes Verhältnis zur Entwicklung, zum
Werden. Durch die spielerischen Er-
fahrungen an Instrumenten, an der eigenen Stimme
und im Umgang mit den musikalischen
Elementen Melodie, Harmonie, Rhytmus wird ein
therapeutisch-kreativer Prozess in Gang
gebracht, welcher körperlich, seelisch und
geistig stabilisierend, aufbauend und heilend
wirkt. Ueber die Musik entsteht ein sinnlicher
Dialog zwischen Musik-therapeut und Klient,
aber auch zwischen Teilnehmenden in einer
Gruppe.
Sprach- und Dramatherapie
Im spielenden Gestalten eines
dramatischen und sprachlich-poetischen
Erlebnisraumes
können Vorgänge der "Bühne des Lebens"
transformiert und regeneriert werden. Es ent-
steht eine geschützte, imaginative Wirklichkeit.
Sprachgestaltung und Drama zu ent-
decken, weckt und erweitert die Kenntnis der
eigenen Ressourcen und eigener Wirkungen
nach aussen. Therapeutisch eingesetzte Sprech-
und Theatertechniken greifen regulierend
in Atmung, Stimme, Artikulation und die
Körperhaltung ein und korrigieren bzw.
modifizie-
ren gestörte Prozesse. Sie machen den Dialog der
seelischen und geistigen Dynamik im
Menschen mit dem Körper hör- und sichtbar.
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